1. Die Aussagen des Evangeliums über den Menschen, sind Grundlagen allen pädagogischen Bemühens im evangelischen Kindergarten.
Religion ist eine Dimension des Lebens, ein Thema, das sich durch alle Lebenssituationen zieht. Somit ist Religionspädagogik integriert in alle Erziehung.Es geht bei der christlichen Erziehung nicht um ein „Zusatzprogramm“, sondern um eine in den Alltag integrierte Religionspädagogik.
2. Selbstbestimmung und Mitbestimmung sind Fundamente einer demokratischen Erziehung.
Das Kind wird in seiner Einzigartigkeit, als gemeinschaftliches und gesellschaftliches Wesen wahrgenommen. Die Pädagogik nach dem Situationsansatz orientiert sich an den gegenwärtigen und künftigen Lebenssituationen des Kindes. Das Kind ist Akteur seiner eigenen Entwicklung. Diese Entwicklung geschieht in Wechselwirkung mit anderen Menschen. Erziehung geschieht in partnerschaftlicher Form von Interaktion und Begleitung.
3. Kinder sind Experten und Expertinnen ihrer Zukunft und stellen Fragen, die in diese Zukunft weisen.
Dies zu unterstützen ist pädagogische Aufgabe. Es entstehen Projekte, die gemeinsam mit den Kindern entwickelt und durchgeführt werden. Die Projekte folgen dem Forschungsinteresse der Kinder und wachsen in der Zusammenarbeit zwischen Erwachsenen und Kindern.
4. Wir lernen mit und von Kindern
Die einzige Chance ist die, von und mit Kindern zu lernen. Die geschieht aus dem Bewusstsein heraus, dass diese Welt und diese Gegenwart die gemeinsame Lebenszeit aller großen und kleinen Menschen ist.
5. Die Evangelische Kindertagesstätte ist verpflichtet, ihre pädagogischen Qualitätsstandards regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln.(1)
[1] Vgl. Leitlinien für die Arbeit in den Evangelischen Kindertagesstätten, Seite 1, §2 Organisationsformen